Die Spatzen

Spatzen

Grundschulkinder erkunden unter der Leitung von Sarah die Natur.

Für Kinder von 6 bis 9 Jahren (Jahrgang 2018 bis 2016).
Die Gruppe wächst mit dem Alter der Kinder mit.
Treffen monatlich samstags, 10:00 -13:00 Uhr, Details bei den Terminen
Voraussetzung ist eine Familienmitgliedschaft

Derzeit werden keine weiteren Kinder in die Gruppe aufgenommen.
Es wird jedoch eine Warteliste geführt.
Ansprechpartnerin und Anmeldung bei:
Loubna Oberwinkler, E-Mail: loubna@agnus-weingarten.de

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Neues aus der Gruppe

  • Die Spatzen aus dem Jahresbericht 2025

    Das vierte Spatzenjahr begann schön fros­tig Mitte Januar.

    Aber das machte den Spatzen­kindern nichts aus, denn im Winter ist die angrenzende Brache frei, und es gab viel Platz zum Rennen und Toben. Beim Fang­spiel „Winterwindfangen“ waren alle in Bewegung, kreuz und quer flitzten die Kinder über die Wiese. Doch beim Spiel „Sperber am Futterhaus“ war Vorsicht geboten, denn nicht nur die Spatzen und andere Gartenvögel sind hungrig, sondern auch der Sperber, der nur auf den pas­sen­den Moment wartet, um seine Beute zu schnap­pen. Bei „Mäusejagd im Schnee“ ging es dann ruhiger zu, damit der (blinde) Fuchs die leise fiepsenden Mäuse unter der Schneedecke finden und zupacken kann. Für uns war es ein Spiel, aber Futter finden im Winter ist für viele Tiere nicht einfach. Um der Nahrungsknappheit zu entfliehen, ziehen einige Vögel im Herbst in den Süden. Wer bleibt hier, wer zieht weg? Bei der Zuord­nung von Bildkarten heimischer Vögel zu den Gruppen „Zugvögel“ und „Stand­vögel“ tauschten wir unser Wissen aus und sahen, dass man oft schon am Schnabel eines Vogels erkennen kann, zu welcher Gruppe er gehört. Für die zuhause geblie­benen Gartenvögel haben wir schließlich verschiedene Futterstellen gebastelt: Aus gut biegsamen Zweigen von Hartriegel und Weide haben wir eine Halterung für Mei­sen­knödel gebunden. Außerdem wurden große Kiefernzapfen mit Erdnussmus bestrichen und in Vogelfutter gewälzt, um die­se dann an einen Ast oder ans Futterhaus zu hängen. Als Snack für uns gab es dieses Mal auf Wunsch der Spatzenkinder Popcorn vom Lagerfeuer und dazu lecke­ren heißen Apfelpunsch.

    Oh je, es war zunächst frag­lich,­ ob das Tref­fen im Februar überhaupt statt­finden kann, denn der Zugang zum vorderen Grund­stück stand völlig unter Wasser. Doch der Weg über den hin­teren Garten und die Brache war noch frei ­– die Spatzen ha­ben das Abenteuer genossen: Es wurden Brücken und Dämme gebaut, so manche Er­satzsocke kam zum Einsatz. Dass noch etwas Schnee lag, wurde natürlich auch zum Beispiel beim Rollen von Schneekugeln ausgekostet und passte sehr gut zu unserem Thema „Spuren und Fährten“. Bei Schnee kann man sehr gut Tierspuren entdecken. Aber welche Spuren hinter­las­sen Tiere noch und verraten uns damit, wer da war und was passiert ist? Im hinteren Garten hatten wir einige solcher Tierspuren aus Sonjas großem Fundus verteilt. Bei den verschiedenen Stationen war dann etwas Rätseln gefordert: wer hat hier am Zapfen geknabbert? Woher kommt das kleine Loch in der Haselnuss und das in der Eichel? Wer hat das weiche, wer das grobe Nest gebaut, und welcher Vogel fiel vor der Fichte wohl einem Räuber zum Opfer? An einer wei­teren Station haben wir die Trittsiegel verschiedener Tiere bestimmt. Ein paar davon lagen als Schablonen bereit, um ei­nen Anhänger zu basteln: Mit Teller- oder Handdrillbohrer wurde zunächst ein Loch in eine Astscheibe gebohrt, was je nach Werkzeug einige Geduld erfordert hat. Mit Hilfe von Schablonen konnte dann der Fuß­abdruck von Wolf, Dachs, Igel, Eichhörn­chen, Reh oder Wildkatze auf die Scheibe gemalt werden. Hungrig waren wir nach den Aktionen ­– gut, dass die Feuerschale halbwegs im Trockenen stand und ein Teil der Gruppe in der Zwischenzeit knusprige Rosmarin-Kartoffeln und dazu Punsch vor­bereitet hatte.

    Im Monat März zog es einen Teil unserer Gruppe in den nahe ge­le­genen Wald, denn dort war der Boden über und über be­deckt mit duf­tendem Bär­lauch für unsere Frühlings­küche. Aber Vor­sicht war geboten: inmitten der genieß­baren Blätter fanden wir auch den äußerst gif­tigen Aronstab. Bei achtsamem Hin­schauen konnten die Spatzenkinder aber gut die Unterschiede erkennen. Mit welchen giftigen Pflanzen man Bärlauch noch verwechseln könnte – Maiglöckchen und Herbstzeitlose – haben wir anhand von Bildkarten herausgefunden. Mit vollem Erntekorb wanderten wir zurück und such­ten bei einem kleinen Rätsel nach wei­teren Frühlingsboten wie Schar­bocks­kraut, Buschwindröschen, Taubnessel und Ehrenpreis. Dabei erfuhren wir, welchen Trick einige Frühblüher anwenden, um ihre Samen mithilfe von Ameisen weit zu ver­breiten. Mit Labkraut-geschmückten Müt­zen kehrten wir zurück und sahen, dass im AGNUS-Jugend-Garten fleißig mit Rechen und Schaufel gearbeitet wurde: Das Wild­blumenbeet wurde gesäubert und neue Samen wurden ausgestreut. Nun waren alle hungrig. Eifrig wurde Bärlauch gezupft und mit der Kräutermühle zerkleinert. Der grüne Quark schmeckte sehr lecker zu Baguette!

    Was ist der Unterschied zwischen einem Hasen und einem Kaninchen? Ein sehr großer, wie am Termin im April von Loubna zu erfahren war: Hasen sind größer, kräftiger, haben längere Löffel und leben außerhalb der Paarungszeit als Einzelgänger. Kaninchen sind insgesamt kleiner und leben mit großen Familienverbänden in Erdhöhlen. Außer viel Wissenswertes zu erfahren gab es auch viel zu basteln. Ein Hasen oder ein Kaninchen (hier nimmt es die künstlerische Freiheit mit den Unterschieden nicht so genau) entsteht aus Draht, indem zuerst eine Hasen- (oder Kaninchen-)form aus Pappe ausgeschnitten wird. Die wird dicht mit dem Draht umwickelt, sodass dieser genau die gewünschte Form annimmt. Die Pappform wird dann durch Verbrennen im Lagerfeuer entfernt. Wir haben uns aber auch mit Pflanzen beschäftigt. Auf das Blumenbeet am Eingang des Wiesengartens streuten wir in einer gemeinschaftlichen Aktion neue Blumensamen.

    Der Mai liegt in der Hauptbrutzeit unserer heimischen Gartenvögel, daher haben wir uns in diesem Monat mit dem Thema Vogel­nester beschäftigt. Bei einem Such­spiel sammelten die Kinder in den Gärten Bildkarten von verschiedenen Nestern. Bei einigen konnten sie aus eigenen Beob­achtungen berichten, wer da brütet, zum Beispiel eine Elster im Kugelnest, ein Spatz in einer Dachnische oder ein Specht in der Baumhöhle. Nach einer Zuordnung der Kar­ten in die Gruppen Höhlenbrüter, Freibrüter und Bodenbrüter war es aber an der Zeit, sich echte Nester anzuschauen: die Grup­pe der Buntspechte hatte im späten Winter die Nistkästen in den AGNUS-Jugend-Gärten ausgeräumt, und so kon­nten wir nun richtige Kunstwerke betrach­ten und sehen, dass Star und Meise ganz unterschiedliche Vorstellungen davon ha­ben, was bequem ist. Im weich gepolsterten Meisennest bestaunten die Kinder kleine Eier, die im Vorjahr leider nicht mehr ausgebrütet worden waren. Nun durften die Kinder selbst versuchen, kleine Nester zu bauen – gar nicht so einfach; daher nahmen wir ein kleines Drahtgerüst zu Hilfe. Bei einem Spiel schlüpften die Kinder dann in die Rolle von Küken und Vogeleltern – ohne Pause hin und her fliegen, und die Küken sind immer noch nicht satt, und dann sind da auch noch Konkurrenten, die das Futter wegschnappen! Für den eigenen Hunger mus­ste auch gesorgt werden: Sahne schüt­teln, bis Butter daraus wird, frischen Schnittlauch dazu aufs Brot – lecker! Außer­dem wurden Holunderblüten gesammelt und daraus eine erfrischende Limonade an­gerührt. Zum Schluss warteten noch einige Sonnenblumen darauf, eingepflanzt zu werden – Vogelfutter fürs Spätjahr.

    Bei unserem Treffen Ende Juni war es schon vormittags richtig heiß. Beim Besuch der Reptilienburg im hinteren Garten konn­ten wir daher leider keine Schlangen beim Sonnenbad entdecken, da sie sich als wechselwarme Tiere wohl eher in den schattigen Ritzen des Steinhaufens ver­steckt hielten. Aber anhand von Bildkarten über­legten wir, welche heimischen Schlan­gen­arten es gibt und wer sie schon einmal wo beobachten konnte, z.B. die Ringelnatter im Weingartener Moor. Beim Spiel „Stinkende Natter“ empfanden wir ihr Abwehrverhalten nach: aufgepasst, sehen und hören kann sie nicht gut, aber umso besser Erschütterungen spüren – wer sich also nicht vorsichtig genug anschleicht, bekommt eine Ladung übelriechendes Sekret (Wasser) ab! Richtig heiß wurde den Spatzen dann beim Fangen-Spiel „Fuchs jagt Blind­schleiche“. Dabei spielten sie nach, mit welchem Trick sich die Blindschleiche vor den Klauen des Raubtieres schützt: sie wirft ihren Schwanz ab, denn sie ist eine Echse und keine Schlange. Im vorderen Gar­ten wurde währenddessen schon eifrig geschnitzt: von gewunden Zweigen der Kor­kenzieher-Weide oder Haselnuss wur­de zunächst die Rinde abgeschält. An­schließend wurde ein Köpfchen zugespitzt, und mit Pinsel und Farbe entstanden verschiedene bunte Schlangen. Sommer ist Beeren-Zeit: Im Garten waren Johannis­beere und Felsenbirne reif und schmeckten sehr gut und erfrischend im Müsli. Für ein paar Kinder lies sich zwischendurch übri­gens doch noch ein Reptil auf den Steinen im hinteren Garten blicken: ein grün leuchtendes Zauneidechsen-Männchen.

    Beim Treffen am Wochenende Mitte Juli standen zwei Themen auf dem Programm: Pflaumenenernte und Rosen. Zuerst haben wir uns im neu von der AGNUS-Jugend angepachteten Rosen­garten umgeschaut. Im Gegensatz zu den über­sichtlichen Walnuss- und Wiesen­grund­stücken ist der neue Garten richtig urwüchsig und lädt zum Versteckspielen ein. Diesmal ging es aber darum, dort die vielen Rosensträucher zu entdecken und Blüten zu sammeln. Doch weiter unten mehr… Das andere Thema war die Pflaumenernte, denn diese waren gerade reif auf dem Streuobststreifen, der auch von der AGNUS-Jugend gepachtet wurde. Mit der Obstbaumleiter und Fahrradanhänger ging es los. Jeder der Spatzen durfte mal auf die Leiter, um Pflaumen zu ernten. Am Ende war die große Wanne halb voll, die wir dann mit dem Fahrradanhänger zurück auf das Grundstück brachten. Dort angekommen ver­arbeiteten wir die Pflaumen gleich zum Essen: halbiert und Steine raus – lecker. Feuer konnten wir dieses Mal wegen der trockenen Witterung nicht machen. Zurück zu den Rosen: aus Ton walzten die Spatzen kleine Kacheln, auf die die Rosen­blätter gelegt und auch eingewalzt wurden. Das Ergebnis waren tolle kleine Kacheln mit Rosenblattmotiven, die die Spatzen mit nach Hause nehmen konnten.

    Nach der Sommerpause trafen wir uns wieder im September. Die Sonnenblumen, die wir im Mai gepflanzt hatten, waren uns in der Zwischenzeit schon über die Köpfe ge­wachsen und verblüht: ein will­kom­me­nes Futter für verschiedene Vögel. Was hat­te sich noch verändert in den Gärten? Beim Spiel „Kamera und Fotograf“ machten wir uns auf die Suche nach schönen Moti­ven. Dabei waren Vertrauen und Verant­wortung gefordert, denn die Kamera ist blind, bis der Fotograf sie sicher an einen Ort gebracht hat und ein Foto schießt. Je nach Motiv und Wegeslänge war es gar nicht so einfach für das blind geführte Kind, dieses im Anschluss an die Foto-Tour wie­der zu finden. Nun aber zurück zu den Sonnenblumenkernen: diese eignen sich auch sehr gut zum Basteln, zum Beispiel von kleinen Igeln: aus Ton wurden Kugeln gerollt, mit Daumen und Zeigefinger wurde eine Schnauze geformt, aus Nelken ent­stan­den Augen und aus vielen Sonnen­blumenkernen die Stacheln. Lange waren die Kinder mit dem Material beschäftigt, und sie formten noch weitere Tiere oder Fantasie­figuren. Wie gut, dass einige Spatzenkinder vor den Ferien so fleißig Kirschpflaumen geerntet hatten. Heute gab es diese in Form von Mus zu frisch gebackenen Pfannkuchen, köstlich! Gut gestärkt hatten die Kin­der zum Schluss wieder Energie für ein rasantes Fangspiel: Bei „Wer ist Igel-König?“ heißt es jeder gegen jeden, um mög­lichst viele Stacheln (Wäsche­klam­mern) zu sammeln und sich dabei keine klauen zu lassen.

    An einem schönen sonnigen Herbsttag trafen wir uns im Oktober. Gerade noch rechtzeitig bevor ein kleines Tier der Nacht sich in den Winterschlaf verabschiedet – die Fledermaus. Bei einem Puzzle betrach­te­ten wir ihren besonderen Körperbau und er­fuhren, dass sie quasi mit ihren Händen fliegt, was sie von Vögeln und Mäusen unter­scheidet und dass sie besonders gut hören kann. Das Prinzip der Echoortung em­pfan­den wir nach beim Spiel „Fleder­maus und Motte“ – so manch eine Fleder­maus ging dabei zunächst leer aus, denn blind fangen und sich nur auf das eigene Gehör verlassen ist für uns Menschen sehr ungewohnt. Beim Spiel „Beutefang im Flug“ wurden dann Gummibärchen zu Insekten und landeten mit etwas Glück direkt im Maul der hungrigen Fledermaus. Wer moch­te, durfte sich noch eine oder mehrere Fledermäuse basteln: aus schwarzem Ton­papier und Wäscheklammern ent­stan­den kleine Abendsegler und Mausohren, die mit den Flügeln schlagen können. Zum Ab­schluss gab es Stockbrot und Apfelsaft, und in der Küche hinter der Hütte wurde eifrig „Suppe“ gekocht.

    Im November hatten wir einen ganz besonderen Termin: diesmal trafen wir uns nicht wie üblich auf dem AGNUS-Jugend-Grundstück, sondern mit Herrn Kindermann vom Weingartener Forst. Der ausführliche Bericht ist hier zu finden: Spatzentreffen mit Herrn Kindermann.

    Der Termin im Dezember fiel aus. Die Spatzen freuen sich auf das neue Jahr 2026.


  • Spatzentreffen mit Herrn Kindermann am 15.11.2025

    Am 15.11.2025 fand das monatliche Treffen der Spatzen in ganz besonderem Rahmen statt: wir trafen uns nicht – wie üblich – auf dem AGNUS-Jugend-Grundstück, sondern der Treffpunkt war diesmal um 10:00 der Strand am Baggersee. Diesmal hat sich nämlich dankenswerterweise der Waldpädagoge des Weingartener Forst, Herr Kindermann, bereiterklärt, der Gruppe einiges über die Vögel zu erzählen, die am Baggersee und im Wald heimisch sind. Außer den zahlreich erschienenen Kindern waren natürlich die Gruppenleiterin Sarah sowie Loubna, Ines, Kristina und Wolfram als erwachsene Begleitungen dabei.

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  • Die Spatzen aus dem Jahresbericht 2024

    Das Spatzenjahr 2024 begann mit einem wunderbar sonnigen aber frostigen Januartag. Daher haben wir uns mit dem Eichhörnchenspiel beim Verstecken und Suchen von Nüssen aufgewärmt. Am Lagerfeuer wurde Stockbrot gebacken und auch für die Wintervögel haben wir etwas Leckeres zubereitet. Leere Toiletten­papier­rollen wurden mit Erdnussmus bestrichen und in Vogelfutter gewälzt, ein kleines Stöckchen hindurchgesteckt und fertig war die Vogelbar. Die übrige Zeit wurde ausgiebig gematscht oder in Bäumen und Sträuchern geklettert.

    Das Treffen im Februar konnte Dank Einsatz von Spatzenmama Lena doch stattfinden: Die Spatzen lernten dabei etwas über den Braunbären und hielten sich mit Bewegungsspielen auf der Brache warm. Bei einem Fotosuchspiel konnten die Kinder bei der Suche nach bestimmten foto­grafierten Objekten beweisen, wie gut sie die AGNUS-Jugend-Gärten kennen. Zur Stärkung gab es dann leckere über dem Feuer gebackene Pfannkuchen.

    Im März haben wir bei verschiedenen Angeboten den Frühling begrüßt: Während die Einen erfahren konnten, was Igel und Eichhörnchen zu dieser Jahreszeit gerade tun, machten sich die Anderen auf den Weg Richtung Wald, um dort Bärlauch zu sammeln. Unterwegs haben wir nach Frühblühern wie Scharbockskraut, Gundermann, Buschwindröschen, Ehrenpreis und Taubnessel Ausschau gehalten und gelernt, welche essbar oder giftig sind und was Piraten und Hexen damit zu tun haben. Vor dem Bärlauch-Sammeln tauschten wir unser Wissen darüber aus, mit welchen giftigen Pflanzen (Maiglökchen, Aronstab und Herbstzeitlose) er nicht verwechselt werden darf, sodass die Kinder beim Pflücken schnell den reichlich vorhandenen Aronstab erkennen konnten. Zurück im Garten wurde ein leckerer Bärlauchquark zubereitet und mit Pellkartoffeln verspeist. Außerdem haben wir endlich das erste Mal geschnitzt: nach dem Erklären der Schnitzregeln durften die Spatzen einen Osterhasen mit zwei angespitzten Ohren schnitzen, bemalen und mit Stoffen verzieren und schließlich einen Schnitzführerschein mit nach Hause nehmen.

    Das Thema des Treffens im April war der wunderbare Löwenzahn. Zunächst zogen wir gemeinsam los und sammelten in der Umgebung Löwenzahnpflanzen in den verschiedensten Stadien. Diese konnten anschließend mit Messer und Lupe genauer untersucht werden, und der Zyklus der Löwenzahnpflanze wurde besprochen. Begleitet wurde dies von einem stetigen Hämmern, denn einige Kinder erstellten mit Löwenzahnblättern bedruckte Stoffbilder. Hoffentlich haben wir dabei den Starennachwuchs im hinteren Garten nicht allzu sehr gestört. Wer aufmerksam war, konnte ihn zwischendurch leise zwitschern hören. Wer im April das Schnitzen verpasst hatte, durfte nun seinen Schnitzführerschein nachholen und einen kleinen Wichtel schnitzen. Währenddessen waren die übrigen Kinder eifrig damit beschäftigt, eine Brücke über die mit Wasser gefüllte Kuhle zu bauen.

    Das Spatzentreffen im Monat Mai musste leider kurzfristig ausfallen, da der Garten und der Zugang, selbst zum hinteren Grundstück, durch die heftigen Regenfälle an den Vortagen unter Wasser standen.

    Im Juni war es im Gegensatz dazu richtig heiß und trocken, sodass wir uns schattige Plätze suchten, um uns dort ausgiebig mit der Honigbiene zu beschäftigen. Die Spatzen konnten dabei ihr Wissen austauschen und viel Neues lernen. Außerdem haben wir aus Zapfen der Schwarzerle und Wolle kleine Bienchen gebastelt. Eine weitere Gruppe hat sich bei unserem Wildblumenbeet auf die Suche nach Bienen gemacht und mit Hilfe von Büchern die dort wachsenden Blumen bestimmt. Zum Abschluss gab es eine Honig-Verköstigung: Einige hatten ihren Lieblingshonig von Zuhause mitgebracht, sodass wir auf Butterbrot die verschiedenen Sorten genießen konnten.

    Im Juli hatten nur wenige Kinder Zeit für ein Treffen, sodass wir dieses Jahr etwas früher in die Sommerpause gestartet sind.

    Anfang Oktober trafen wir uns wieder und begrüßten Katharina im Spatzenteam. Zusammen zogen wir los, um die übrig gebliebenen Äpfel von unseren Bäumen zu pflücken und daraus Apfelmus zu kochen. Lecker dazu waren die beliebten Pfannküchlein. Außerdem wurde fleißig ein Abschiedsgeschenk für Sabine gebastelt: Aus lufttrocknendem Ton wurden Vogelanhänger ausgestochen, um diese später an Schnüre zu hängen, die mit ausgehöhlten Holunderstöckchen, kleinen Zapfen und von den Kindern mitgebrachten Federn verziert wurden.

    Ende Oktober ging es rund um die Kartoffel: Wir starteten mit einem Kartoffel-Quiz und im Anschluss konnte man bei einer Infostation weiteres über die tolle Knolle erfahren und erfühlen. Außerdem wurden eifrig Kartoffelstempel geschnitzt, um damit Tischkärtchen für die eigene Familie zu bedrucken. Zu Essen gab es natürlich: Kartoffel, geröstet vom Blech mit Rosmarin, die waren ruckzuck verspeist. Zum Schluss sagten die Spatzenkinder mit ihrem gebastelten Geschenk Sabine zum Abschied Danke für die schöne gemeinsame Zeit. Und auch Sabine hatte eine Überraschung mitgebracht: Bei einem der ersten Treffen Mitte 2022 hatten die Kinder kleine Schälchen aus Ton angefertigt, die nun an sie übergeben und mit einer Portion Nüsse zum Naschen gefüllt wurden.

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    Mitte November gab es viel zu tun: Der Garten war voller Laub des großen Walnussbaums, sodass wir einen schönen Igelschlafplatz bauen konnten: im hinteren Garten wurden Äste und Stöcke so geschichtet und mit viel Laub bedeckt, dass gerade ein Igel, aber kein Räuber hineinpasst. Auch über ihn – den Marder – und andere Tiere konnten die Kinder im Naseweis Quiz einiges erfahren. Warum machen Igel eigentlich Winterschlaf und Eichhörnchen ruhen nur? Das haben die Kinder beim Futtersuchspiel gelernt und zeigten dabei, dass sie den Speiseplan der beiden schon richtig gut kannten. Da es schon ziemlich kalt war, war es gut, sich zwischendurch bei Apfelpunsch und Stockbrot am Feuer oder beim Klettern auf den Walnussbaum aufwärmen zu können. Bei einem Bastelangebot durften die Kinder zum Abschluss einen Igel aus Pappe ausschneiden und ein Stachelkleid aus gepresstem Laub kleben.

    Im Dezember waren freche Wichtel unterwegs. Sie hatten – verärgert über den Krach bei den Arbeiten um die Feuerstelle – die Hütte geplündert und Sachen versteckt, sodass wir erst einmal ein paar benötigte Dinge wieder finden mussten. Da die wachsame Fichte die Diebe gefangen genommen hatte, musste sie besänftigt werden, indem die Kinder ihr ein freundliches Gesicht gaben: Aus nasser Erde, Gras, Zapfen, Nussschalen und Maiskörnern entstand ein fröhlicher Baumgeist, der die Wichtel schließlich frei gab. So konnten einige Spatzenkinder anschließend eigene Wichtel schnitzen und bemalen. Andere waren weiter kreativ mit dem angerührten Matsch, hielten sich mit Bewegungsspielen warm oder rührten fleißig Teig an, denn zum Jahresabschluss gab es das erste Mal Waffeln – die sind so lecker, da lohnt es sich etwas zu warten.


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