Was haben Hausrotschwanz, Bachstelze, Grauschnäpper, Rotkehlchen und Zaunkönig gemeinsam? Sie möchten beim Brüten einen freien Blick auf ihre Umgebung haben. Daher suchen sie sich gerne Brutnischen oder Spalten, welche aber in unserer aufgeräumten Welt rar geworden sind. Hier sind unsere heimischen Vögel auf Nisthilfen angewiesen.


Genau solche Halbhöhlen, wie sie genannt werden, haben die Falken am Samstag, 08. November 2025 in der Werkstatt des Heimatmuseums gebaut. Drei Mädchen und zwei Jungs fertigten mit Andreas und Loubna 20 Halbhöhlen nach dem Bausatz des NABU.
Zuerst wurde das Brett unter dem Einflugschlitz durch Hammerschläge aufgerauht, damit die Vögel besseren Halt bekommen. Derweilen sägte Andreas die weiteren Bretter zurecht, die von den Jugendlichen übernommen wurden. Schon geübt im Bauen, immer zu zweit – einer bohrte, der andere schraubte -, fügten die Jugendlichen die Nisthilfen schnell zusammen. Eine Haltestange zum Befestigen kam an die Rückseite und Dachpappe als Schutz aufs Dach. So wurden daraus komfortable und bezugsfertige Halbhöhlen.
Bei der Montage muß man beachten, daß die Halbhöhlen im Halbschatten (nicht nach Westen, zur Wetterseite oder pralle Südseite) in etwa zwei bis drei Meter Höhe an geschützte, für Katzen und Marder möglichst unzugängliche Orte an Hauswänden, auf Balkonen oder an Schuppen und Gartenhäuschen angebracht werden. Dies geschieht am besten noch jetzt im Winter, sodass die Vögel diese noch in der kalten Jahreszeit zum Schlafen und Überwintern nutzen können.
Die Nisthilfen können an unseren Marktständen, z.B. auf dem Weihnachtsmarkt und beim Vorstand erworben werden.

