
Die Veranstaltung „Schnitzen für Anfänger“ wurde insgesamt viermal am 9. und 10. September von Sonja und Wolfram angeboten. In der Vorstellungsrunde stellte sich heraus, daß einige Kinder schon einmal geschnitzt haben, für andere was es das erste Mal. In dem eineinhalbstündigen Kurs lernten alle zunächst einmal die wichtigsten Schnitzregeln, wie zum Beispiel, daß man immer vom Körper weg schnitzt, nicht mit einem offenen Schnitzmesser herumläuft und ausreichend Abstand zu anderen Personen hält.
Dann konnte es aber auch losgehen mit dem Schnitzen einer Astkröte. Dies ist ein Stück Ast, in das Kerben geschnitzt sind, die beim Darüberreiben mit einem anderen Ast ein krötenquakartiges Geräusch erzeugen. Schnell war bei allen die Rinde vom Ast abgeschnitzt. Als nächstes wurden in regelmäßigen Abständen Schnitte in den Ast gesägt, die mit dem Schnitzmesser zu Kerben verbreitert wurden. Als Abschluss wurde der Reibestab entrindet oder aber die Rinde mit dem Schnitzmesser verziert. Alle Kinder konnten am Schluß eine fertige Astkröte mit nach Hause nehmen.


„Schnitzen für Fortgeschritten“ fand zweimal am 11. September ebenfalls unter der Leitung von Sonja und Wolfram statt. Auch hier standen erst einmal die Schnitzregeln auf dem Programm. Daß zu diesen Termin in der Feuerschale eine kleines Feuer loderte, hatte mit dem Schnitzprojekt zu tun, nämlich ein Löffel. Die Vertiefung des Löffels wird nämlich gar nicht mit dem Messer geschnitzt – was auch sehr mühsam wäre – sondern hineingebrannt. Auf längs halbierte Äste wird ein kleines Stück glühende Holzkohle gelegt und mit einem Stöckchen festgehalten. Dann mußten die Kinder kräftig pusten, um mit der Glut die Vertiefung in den Ast zu brennen. Die entstandene Kuhle wurde von der Asche gereinigt, und die Kontur des Löffels konnte geschnitzt werden. Das war dann eine sehr anspruchsvolle Aufgabe für alle, die sie aber mit Bravour meisterten.
Die AGNUS-Jugend plant auch nächstes Jahr wieder, Schnitzkurse im Ferienspaßprogramm anzubieten. Gerade der Anfängerkurs ist sehr beliebt, weswegen durch die Begrenzung der Teilnehmeranzahl auf 6 mehrere Termine angeboten werden. Trotzdem gab es 14 Kinder auf der Warteliste. Umso unglücklicher ist es, wenn – wie auch diesmal geschehen – Teilnehmer ohne Benachrichtigung nicht erscheinen und dadurch verhindern, daß Kinder von der Warteliste nachrücken können. Eine, auch kurzfristige, Benachrichtigung ermöglicht es den Organisatoren, freiwerdende Plätze aufzufüllen.
