Wir suchen Leute, die Spaß haben, den Kindern die Natur näher zu bringen: entweder kleineren und Kindergartenkinder 2-4 Jahre oder den größeren Kindergartenkinder 5-6 Jahre, gerne auch als Unterstützung der Schulkinder 6-9 Jahre.
Kategorie-Archiv:Presse
Ferienspaß 2026: „Schnitzen für Anfänger“ und „Schnitzen für Fortgeschrittene“

Die Veranstaltung „Schnitzen für Anfänger“ wurde insgesamt viermal am 9. und 10. September von Sonja und Wolfram angeboten. In der Vorstellungsrunde stellte sich heraus, daß einige Kinder schon einmal geschnitzt haben, für andere was es das erste Mal. In dem eineinhalbstündigen Kurs lernten alle zunächst einmal die wichtigsten Schnitzregeln, wie zum Beispiel, daß man immer vom Körper weg schnitzt, nicht mit einem offenen Schnitzmesser herumläuft und ausreichend Abstand zu anderen Personen hält.
Weiterlesen →Ferienspaß 2026: Tiere bei Nacht
Die AGNUS-Jugend bietet seit 2023 fast schon traditionell im Rahmen des Ferienspass-Programms der Gemeinde Weingarten die Veranstaltungen „Tiere bei Nacht“, „Schnitzen für Anfänger“ und „Schnitzen für Fortgeschrittene“ an, so auch dieses Jahr.

Am 8. August ging es los mit „Tiere bei Nacht“, und die Kinder und Jugendlichen trafen um 20:00 auf dem Grundstück der AGNUS-Jugend im Bruch ein, wo sie von Loubna und Vincent sowie Wolfram empfangen wurden. In einer Kennenlernrunde konnten die Kinder berichten, welche Nachttiere sie bereits kennen oder sogar schon gesehen haben. Nach und nach wurden dazu die entsprechenden bereitstehenden Tierpräparate aufgedeckt, die die Kinder sogar streicheln konnten. Ihr Wissen konnten dann alle beim 1-2-3-Spiel unter Beweis stellen. Parallel dazu hatten alle auch die Möglichkeit, aus schwarzem Karton und Wäscheklammern kleine Fledermäuse zu basteln.
Weiterlesen →Jugendliche als Steinmetze auf dem Weingartener Friedhof

Frau Sodan, die Leiterin des Friedhofs, hatte als gelernte Steinmetzin die Idee, ob man nicht zusammen mit Jugendlichen Vogeltränken meißeln könnte, die dann auf dem Friedhof Verwendung finden. Um das Handwerk mit Jugendlichen einmal in der Praxis auszuprobieren, entstand ein Kontakt zur AGNUS-Jugend Weingarten e.V. Die Falken-Gruppe der AGNUS-Jugend, also Jugendliche um die 14–15 Jahre, waren hellauf von der Idee begeistert.
Weiterlesen →Naturmusikinstrumentebau mit dem JRK

Bereits letztes Jahr gab es einen Termin des Jugendrotkreuz (JRK) Weingarten zusammen mit der AGNUS-Jugend, welcher auch 2026 eine Wiederholung finden sollte. Manuel Klos, der Leiter des JRK Weingarten, und Wolfram überlegten sich, dass wir diesmal einfache Musikinstrumente aus Naturmaterialien bauen, und zwar auf dem AGNUS-Jugend-Grundstück. Aber wir mußten dann am Tag des Termins, Freitag, den 17.07.2026, aufgrund des instabilen Wetters – es gab immer wieder heftige Regenschauer – den Ort kurzfristig in die Fahrzeughalle des DRK verlegen, wo unter der Initiative von Manuel innerhalb kürzester Zeit Platz geschaffen wurde für Stühle und Bänke. Wolfram hat derweil die benötigten Materialien und Werkzeuge per Fahrradanhänger in die Halle gebracht, sodaß es pünktlich um viertel nach sechs losgehen konnte.
Weiterlesen →Übernachtungswochenende 11. – 12.07.2026
Das Übernachtungswochenende ist mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Jahresprogramms. Am Samstagnachmittag trafen sich insgesamt 9 Buntspechte sowie Sonja und Wolfram auf den Grundstücken, die inzwischen reichlich Platz bieten. Das Wetter war wolkenlos, die Temperaturen mit fast 35°C hätten sogar etwas niedriger sein können.

Vereinsfest am 13.06.2026
Das alljährliche Vereinsfest fand dieses Mal am Samstag, den 13. Juni ab 14:00 Uhr (nach dem Buntspechtetermin) statt. Als Premiere stand jetzt auch das neue (Kräuter-) Grundstück zur Verfügung, sodass wir zum ersten Mal auf einer großen, durchgängigen Fläche feiern konnten.

AGNUS-Jugend-Fest am 13. Juni 2026

Wie in den letzten Jahren findet auch dieses Jahr das Vereinsfest auf unseren Grundstücken im Bruch statt.
Es geht los am
Samstag, 13. Juni ab 14:00 mit offenem Ende
Diesmal gibt es was ganz besonderes zu feiern, nämlich das neue Grundstück zwischen den bisherigen Walnuss- und Wiesengrundstücken, mit dem die AGNUS-Jugend über eine große durchgehende Fläche verfügt, auf denen die folgenden Programmpunkte ganz besonders viel Spaß machen:
Es gibt wieder Flammkuchen aus dem Holzofen. Wie übllich gibt es auch wieder ein Buffet und ein Lagerfeuer, an dem gegrillt und gebacken werden kann. Nachmittags gibt es Kuchen. Für die Kinder gibt es spannende Mitmachaktionen.
Für das Essen bitten wir um Beiträge, für die Koordination meldet Euch bitte kurz zurück.
Bitte bringt auch Geschirr, Besteck und auch Eure Getränke selbst mit und beachtet dabei, daß aus Gründen des Jugendschutzes striktes Alkoholverbot gilt.
Die Aufsichtspflicht obliegt den Eltern. Wir empfehlen stabile Kleidung, die schmutzig werden darf, und denkt an den Bach: am besten auch Wechselkleidung.
Es werden Fotos gemacht, die anschließend in unserer internen Galerie angeschaut werden können. Wir werden einzelne in der Zeitung und auf unserer Webseite veröffentlichen. Solltet Ihr dies nicht wollen, bitte sprecht Loubna oder Wolfram darauf an.
Fragen und Rückmeldungen bitte in den nächsten Wochen an Loubna und Wolfram.
Die Spatzen aus dem Jahresbericht 2025
Das vierte Spatzenjahr begann schön frostig Mitte Januar.


Aber das machte den Spatzenkindern nichts aus, denn im Winter ist die angrenzende Brache frei, und es gab viel Platz zum Rennen und Toben. Beim Fangspiel „Winterwindfangen“ waren alle in Bewegung, kreuz und quer flitzten die Kinder über die Wiese. Doch beim Spiel „Sperber am Futterhaus“ war Vorsicht geboten, denn nicht nur die Spatzen und andere Gartenvögel sind hungrig, sondern auch der Sperber, der nur auf den passenden Moment wartet, um seine Beute zu schnappen. Bei „Mäusejagd im Schnee“ ging es dann ruhiger zu, damit der (blinde) Fuchs die leise fiepsenden Mäuse unter der Schneedecke finden und zupacken kann. Für uns war es ein Spiel, aber Futter finden im Winter ist für viele Tiere nicht einfach. Um der Nahrungsknappheit zu entfliehen, ziehen einige Vögel im Herbst in den Süden. Wer bleibt hier, wer zieht weg? Bei der Zuordnung von Bildkarten heimischer Vögel zu den Gruppen „Zugvögel“ und „Standvögel“ tauschten wir unser Wissen aus und sahen, dass man oft schon am Schnabel eines Vogels erkennen kann, zu welcher Gruppe er gehört. Für die zuhause gebliebenen Gartenvögel haben wir schließlich verschiedene Futterstellen gebastelt: Aus gut biegsamen Zweigen von Hartriegel und Weide haben wir eine Halterung für Meisenknödel gebunden. Außerdem wurden große Kiefernzapfen mit Erdnussmus bestrichen und in Vogelfutter gewälzt, um diese dann an einen Ast oder ans Futterhaus zu hängen. Als Snack für uns gab es dieses Mal auf Wunsch der Spatzenkinder Popcorn vom Lagerfeuer und dazu leckeren heißen Apfelpunsch.


Oh je, es war zunächst fraglich, ob das Treffen im Februar überhaupt stattfinden kann, denn der Zugang zum vorderen Grundstück stand völlig unter Wasser. Doch der Weg über den hinteren Garten und die Brache war noch frei – die Spatzen haben das Abenteuer genossen: Es wurden Brücken und Dämme gebaut, so manche Ersatzsocke kam zum Einsatz. Dass noch etwas Schnee lag, wurde natürlich auch zum Beispiel beim Rollen von Schneekugeln ausgekostet und passte sehr gut zu unserem Thema „Spuren und Fährten“. Bei Schnee kann man sehr gut Tierspuren entdecken. Aber welche Spuren hinterlassen Tiere noch und verraten uns damit, wer da war und was passiert ist? Im hinteren Garten hatten wir einige solcher Tierspuren aus Sonjas großem Fundus verteilt. Bei den verschiedenen Stationen war dann etwas Rätseln gefordert: wer hat hier am Zapfen geknabbert? Woher kommt das kleine Loch in der Haselnuss und das in der Eichel? Wer hat das weiche, wer das grobe Nest gebaut, und welcher Vogel fiel vor der Fichte wohl einem Räuber zum Opfer? An einer weiteren Station haben wir die Trittsiegel verschiedener Tiere bestimmt. Ein paar davon lagen als Schablonen bereit, um einen Anhänger zu basteln: Mit Teller- oder Handdrillbohrer wurde zunächst ein Loch in eine Astscheibe gebohrt, was je nach Werkzeug einige Geduld erfordert hat. Mit Hilfe von Schablonen konnte dann der Fußabdruck von Wolf, Dachs, Igel, Eichhörnchen, Reh oder Wildkatze auf die Scheibe gemalt werden. Hungrig waren wir nach den Aktionen – gut, dass die Feuerschale halbwegs im Trockenen stand und ein Teil der Gruppe in der Zwischenzeit knusprige Rosmarin-Kartoffeln und dazu Punsch vorbereitet hatte.

Im Monat März zog es einen Teil unserer Gruppe in den nahe gelegenen Wald, denn dort war der Boden über und über bedeckt mit duftendem Bärlauch für unsere Frühlingsküche. Aber Vorsicht war geboten: inmitten der genießbaren Blätter fanden wir auch den äußerst giftigen Aronstab. Bei achtsamem Hinschauen konnten die Spatzenkinder aber gut die Unterschiede erkennen. Mit welchen giftigen Pflanzen man Bärlauch noch verwechseln könnte – Maiglöckchen und Herbstzeitlose – haben wir anhand von Bildkarten herausgefunden. Mit vollem Erntekorb wanderten wir zurück und suchten bei einem kleinen Rätsel nach weiteren Frühlingsboten wie Scharbockskraut, Buschwindröschen, Taubnessel und Ehrenpreis. Dabei erfuhren wir, welchen Trick einige Frühblüher anwenden, um ihre Samen mithilfe von Ameisen weit zu verbreiten. Mit Labkraut-geschmückten Mützen kehrten wir zurück und sahen, dass im AGNUS-Jugend-Garten fleißig mit Rechen und Schaufel gearbeitet wurde: Das Wildblumenbeet wurde gesäubert und neue Samen wurden ausgestreut. Nun waren alle hungrig. Eifrig wurde Bärlauch gezupft und mit der Kräutermühle zerkleinert. Der grüne Quark schmeckte sehr lecker zu Baguette!


Was ist der Unterschied zwischen einem Hasen und einem Kaninchen? Ein sehr großer, wie am Termin im April von Loubna zu erfahren war: Hasen sind größer, kräftiger, haben längere Löffel und leben außerhalb der Paarungszeit als Einzelgänger. Kaninchen sind insgesamt kleiner und leben mit großen Familienverbänden in Erdhöhlen. Außer viel Wissenswertes zu erfahren gab es auch viel zu basteln. Ein Hasen oder ein Kaninchen (hier nimmt es die künstlerische Freiheit mit den Unterschieden nicht so genau) entsteht aus Draht, indem zuerst eine Hasen- (oder Kaninchen-)form aus Pappe ausgeschnitten wird. Die wird dicht mit dem Draht umwickelt, sodass dieser genau die gewünschte Form annimmt. Die Pappform wird dann durch Verbrennen im Lagerfeuer entfernt. Wir haben uns aber auch mit Pflanzen beschäftigt. Auf das Blumenbeet am Eingang des Wiesengartens streuten wir in einer gemeinschaftlichen Aktion neue Blumensamen.



Der Mai liegt in der Hauptbrutzeit unserer heimischen Gartenvögel, daher haben wir uns in diesem Monat mit dem Thema Vogelnester beschäftigt. Bei einem Suchspiel sammelten die Kinder in den Gärten Bildkarten von verschiedenen Nestern. Bei einigen konnten sie aus eigenen Beobachtungen berichten, wer da brütet, zum Beispiel eine Elster im Kugelnest, ein Spatz in einer Dachnische oder ein Specht in der Baumhöhle. Nach einer Zuordnung der Karten in die Gruppen Höhlenbrüter, Freibrüter und Bodenbrüter war es aber an der Zeit, sich echte Nester anzuschauen: die Gruppe der Buntspechte hatte im späten Winter die Nistkästen in den AGNUS-Jugend-Gärten ausgeräumt, und so konnten wir nun richtige Kunstwerke betrachten und sehen, dass Star und Meise ganz unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was bequem ist. Im weich gepolsterten Meisennest bestaunten die Kinder kleine Eier, die im Vorjahr leider nicht mehr ausgebrütet worden waren. Nun durften die Kinder selbst versuchen, kleine Nester zu bauen – gar nicht so einfach; daher nahmen wir ein kleines Drahtgerüst zu Hilfe. Bei einem Spiel schlüpften die Kinder dann in die Rolle von Küken und Vogeleltern – ohne Pause hin und her fliegen, und die Küken sind immer noch nicht satt, und dann sind da auch noch Konkurrenten, die das Futter wegschnappen! Für den eigenen Hunger musste auch gesorgt werden: Sahne schütteln, bis Butter daraus wird, frischen Schnittlauch dazu aufs Brot – lecker! Außerdem wurden Holunderblüten gesammelt und daraus eine erfrischende Limonade angerührt. Zum Schluss warteten noch einige Sonnenblumen darauf, eingepflanzt zu werden – Vogelfutter fürs Spätjahr.


Bei unserem Treffen Ende Juni war es schon vormittags richtig heiß. Beim Besuch der Reptilienburg im hinteren Garten konnten wir daher leider keine Schlangen beim Sonnenbad entdecken, da sie sich als wechselwarme Tiere wohl eher in den schattigen Ritzen des Steinhaufens versteckt hielten. Aber anhand von Bildkarten überlegten wir, welche heimischen Schlangenarten es gibt und wer sie schon einmal wo beobachten konnte, z.B. die Ringelnatter im Weingartener Moor. Beim Spiel „Stinkende Natter“ empfanden wir ihr Abwehrverhalten nach: aufgepasst, sehen und hören kann sie nicht gut, aber umso besser Erschütterungen spüren – wer sich also nicht vorsichtig genug anschleicht, bekommt eine Ladung übelriechendes Sekret (Wasser) ab! Richtig heiß wurde den Spatzen dann beim Fangen-Spiel „Fuchs jagt Blindschleiche“. Dabei spielten sie nach, mit welchem Trick sich die Blindschleiche vor den Klauen des Raubtieres schützt: sie wirft ihren Schwanz ab, denn sie ist eine Echse und keine Schlange. Im vorderen Garten wurde währenddessen schon eifrig geschnitzt: von gewunden Zweigen der Korkenzieher-Weide oder Haselnuss wurde zunächst die Rinde abgeschält. Anschließend wurde ein Köpfchen zugespitzt, und mit Pinsel und Farbe entstanden verschiedene bunte Schlangen. Sommer ist Beeren-Zeit: Im Garten waren Johannisbeere und Felsenbirne reif und schmeckten sehr gut und erfrischend im Müsli. Für ein paar Kinder lies sich zwischendurch übrigens doch noch ein Reptil auf den Steinen im hinteren Garten blicken: ein grün leuchtendes Zauneidechsen-Männchen.


Beim Treffen am Wochenende Mitte Juli standen zwei Themen auf dem Programm: Pflaumenenernte und Rosen. Zuerst haben wir uns im neu von der AGNUS-Jugend angepachteten Rosengarten umgeschaut. Im Gegensatz zu den übersichtlichen Walnuss- und Wiesengrundstücken ist der neue Garten richtig urwüchsig und lädt zum Versteckspielen ein. Diesmal ging es aber darum, dort die vielen Rosensträucher zu entdecken und Blüten zu sammeln. Doch weiter unten mehr… Das andere Thema war die Pflaumenernte, denn diese waren gerade reif auf dem Streuobststreifen, der auch von der AGNUS-Jugend gepachtet wurde. Mit der Obstbaumleiter und Fahrradanhänger ging es los. Jeder der Spatzen durfte mal auf die Leiter, um Pflaumen zu ernten. Am Ende war die große Wanne halb voll, die wir dann mit dem Fahrradanhänger zurück auf das Grundstück brachten. Dort angekommen verarbeiteten wir die Pflaumen gleich zum Essen: halbiert und Steine raus – lecker. Feuer konnten wir dieses Mal wegen der trockenen Witterung nicht machen. Zurück zu den Rosen: aus Ton walzten die Spatzen kleine Kacheln, auf die die Rosenblätter gelegt und auch eingewalzt wurden. Das Ergebnis waren tolle kleine Kacheln mit Rosenblattmotiven, die die Spatzen mit nach Hause nehmen konnten.

Nach der Sommerpause trafen wir uns wieder im September. Die Sonnenblumen, die wir im Mai gepflanzt hatten, waren uns in der Zwischenzeit schon über die Köpfe gewachsen und verblüht: ein willkommenes Futter für verschiedene Vögel. Was hatte sich noch verändert in den Gärten? Beim Spiel „Kamera und Fotograf“ machten wir uns auf die Suche nach schönen Motiven. Dabei waren Vertrauen und Verantwortung gefordert, denn die Kamera ist blind, bis der Fotograf sie sicher an einen Ort gebracht hat und ein Foto schießt. Je nach Motiv und Wegeslänge war es gar nicht so einfach für das blind geführte Kind, dieses im Anschluss an die Foto-Tour wieder zu finden. Nun aber zurück zu den Sonnenblumenkernen: diese eignen sich auch sehr gut zum Basteln, zum Beispiel von kleinen Igeln: aus Ton wurden Kugeln gerollt, mit Daumen und Zeigefinger wurde eine Schnauze geformt, aus Nelken entstanden Augen und aus vielen Sonnenblumenkernen die Stacheln. Lange waren die Kinder mit dem Material beschäftigt, und sie formten noch weitere Tiere oder Fantasiefiguren. Wie gut, dass einige Spatzenkinder vor den Ferien so fleißig Kirschpflaumen geerntet hatten. Heute gab es diese in Form von Mus zu frisch gebackenen Pfannkuchen, köstlich! Gut gestärkt hatten die Kinder zum Schluss wieder Energie für ein rasantes Fangspiel: Bei „Wer ist Igel-König?“ heißt es jeder gegen jeden, um möglichst viele Stacheln (Wäscheklammern) zu sammeln und sich dabei keine klauen zu lassen.


An einem schönen sonnigen Herbsttag trafen wir uns im Oktober. Gerade noch rechtzeitig bevor ein kleines Tier der Nacht sich in den Winterschlaf verabschiedet – die Fledermaus. Bei einem Puzzle betrachteten wir ihren besonderen Körperbau und erfuhren, dass sie quasi mit ihren Händen fliegt, was sie von Vögeln und Mäusen unterscheidet und dass sie besonders gut hören kann. Das Prinzip der Echoortung empfanden wir nach beim Spiel „Fledermaus und Motte“ – so manch eine Fledermaus ging dabei zunächst leer aus, denn blind fangen und sich nur auf das eigene Gehör verlassen ist für uns Menschen sehr ungewohnt. Beim Spiel „Beutefang im Flug“ wurden dann Gummibärchen zu Insekten und landeten mit etwas Glück direkt im Maul der hungrigen Fledermaus. Wer mochte, durfte sich noch eine oder mehrere Fledermäuse basteln: aus schwarzem Tonpapier und Wäscheklammern entstanden kleine Abendsegler und Mausohren, die mit den Flügeln schlagen können. Zum Abschluss gab es Stockbrot und Apfelsaft, und in der Küche hinter der Hütte wurde eifrig „Suppe“ gekocht.
Im November hatten wir einen ganz besonderen Termin: diesmal trafen wir uns nicht wie üblich auf dem AGNUS-Jugend-Grundstück, sondern mit Herrn Kindermann vom Weingartener Forst. Der ausführliche Bericht ist hier zu finden: Spatzentreffen mit Herrn Kindermann.
Der Termin im Dezember fiel aus. Die Spatzen freuen sich auf das neue Jahr 2026.
Die Rotkehlchen aus dem Jahresbericht 2025
Das erste Rotkehlchentreffen begrüßten wir im Januar mit einer kleinen Achtsamkeitsübung: wir atmeten eine große Prise Januarluft ein und nahmen wahr, wie sie riecht. Still lauschten wir nach den Geräuschen um uns und versuchten ihren Ursprung zu ergründen. Wir schauten uns in der Natur um und betrachteten sie in ihrem Winterkleid. So sahen wir blattlose Bäume, trockene, gelbe Maisstängel und einen Blätterhaufen aus braunen, trockenen Blättern. Die Vögel im Winter erhalten von den Menschen verschiedene essbare Saaten und Körner, weil ihr natürliches Nahrungeangebot jetzt sehr eingeschränkt ist. Wir probierten sie und ordneten sie den verschiedenen Vögeln zu, die ihrem Schnabel entsprechend eher weiche oder harte Körner knacken können. Dann wartete am Lagerfeuer schon heißer Apfelpunsch. Aus den weichen Saaten rösteten wir uns einen Knuspermix, der hervorragend auf Butterbrot schmeckte. Zum Abschluss baute jedes Kind zusammen mit seinem Elternteil einen Meisenknödelhalter aus Weidenzweigen.


Ende März zum zweiten Treffen beschäftigten wir uns mit Hasen und Kaninchen. Die Kinder erarbeiteten zusammen mit Loubna deren unterschiedliche Lebensweisen. Daraufhin sammelten Eltern und Kinder wilde Wiesenkräuter: aus ihnen wurde eine leckere Kräuterbutter hergestellt, die wir auf Hasenbrot (frisch gebackenes Brot mit einer knusprigen Kruste und einer sehr weichen Brotkrume) genossen. Auf dem Lagerfeuer wärmten wir Apfelpunsch, und auf der Wiese übten die Kinder als Hasen und Kaninchen das Haken schlagen. So erfuhren sie, wie schwer es für Raubtiere ist, einen Hasen zu fangen. Die Kinder kennen sich nun schon sehr gut und gehen mutig aufeinander zu, wie wir beim Abschlussspiel erleben konnten.


09. April: bei strahlenden Sonnenschein durften wir wieder ein neues Schnupperkind mit seinem Papa begrüßen. Sabine sprach mit den Kindern darüber, mit was die Rotkehlchen im Frühling beschäftigt sind und welche ihre bevorzugten Nistplätze sind. Zu Anschauung betrachteten wir das Bild eines Rotkehlchennests, in dem 5 hungrige Rotkehlchen sitzen. Der Rotkehlchenpapa und die Vogelmutter sind eifrig dabei, sie zu füttern. Die Kinder überlegten, was die Jungen wohl am liebsten fressen. Überhaupt war alles interessant, was es rund um die Vogelbrut und zu verschiedenen Vogelnestern zu wissen gibt. So konnten wir sehen, wie sie gebaut sind, und ein Foto zeigte uns, dass die Eier der Rotkehlchen eine naturweiße Farbe haben und rostrot gesprenkelt sind. Inzwischen hatten die Eltern eine Baumscheibe mit Löchern versehen, auf die sie nun gemeinsam mit den Kindern aus Weidenästen Osterkörbchen flochten. Für die fertigen Körbchen suchten die Kinder auf dem Gelände eine weiche Auspolsterung. Sie fanden trockene Samenstände, frisches Gras, Moos und anderes. Anschließend erkundeten wir das durch die AGNUS-Jugend neu angepachtete Grundstück. Unser geliebtes Rotkehlchenspiel gab unserem wundervollen Nachmittag in der Natur einen fröhlichen Abschluss.

Bei der nächsten Veranstaltung am 21. Mai versammelten sich alle Rotkehlchen im Kreis und lauschten eine kurze Weile der Natur. Wir hatten den Eindruck, dass die Vögel um uns herum diese kleine Wahrnehmungsübung zusammen mit uns machten, denn sie waren erstaunlich still in diesem Moment. Wir sahen bereits, dass sich am westlichen Himmel dunkle Wolken zusammenzogen, und tatsächlich rückte ein Gewitter immer näher an uns heran. Wir setzten uns um die Feuerschale, wo sich die Kinder zusammen mit Loubna in eine Vogel-Mitmach-Geschichte vertieften. Als der Wind immer stärker pustete, stellten wir uns auf die Brache und sahen dem Wetterschauspiel zu. Mit dem Einsetzen des Regens flüchteten wir alle in die Hütte, wo wir die Zeit mit dem Vespern des mitgebrachten Proviants verbrachten. Bei leichtem Regen gingen wir dann auf unserem neuen Rosengrundstück auf Entdeckungstour. Abwechselnd durften die Kinder die Gruppe auf einem selbst gewählten Weg über das Grundstück führen. Dabei merkten sich die Kinder immer eine Pflanze oder Sache, die sie bemerkenswert fanden. Wir sammelten außerdem viele Wildkräuter, die wir auspressten, um mit der gewonnenen Saftessenz eine leckere Wildkräuterlimonade herzustellten. Zum Abschluss durfte unser beliebtes Rotkehlchenlied nicht fehlen.


Es war ein sehr heißer Mittwochnachmittag Ende Juni. Jedoch im Schatten unseres großen Nussbaumes konnten wir einer kleinen Geschichte lauschen, die uns zu den Rosen auf unserem neuen Grundstück führte. Wir schnupperten ihren zarten Duft und bemerkten die vielen verschiedenen Rosa- und Rottöne der Blütenblätter. Einige welke Blüten ernteten wir, außerdem Gänseblümchen und Kleeblüten. Wir untersuchten sie auf ihre Bestandteile und verglichen sie mit den Bildern in einem Bestimmungsbuch, das uns auch die dazugehörigen Fachbegriffe verriet. In der Erfrischungspause tranken wir kühle selbstgemachte Limo, die mit unserem angesetzten Spitzwegerich-Holunder-Honig gesüßt war. Auch gab es herrlich frischen griechischen Joghurt, den wir ebenfalls mit dem feinen Honig süßten. Nach der Stärkung lernten wir, wie man mit einem „Wiesenpflaster“, d.h. einem Spitzwegerichblatt, eine kleine Wunde, Verletzung oder einen Insektenstich selbst verarzten kann. Am Bastelstand malten die Kinder bunte Blüten, die mit einem Wunsch versehen im kleinen Wunschbrunnen erblühen konnten. Wie immer sangen wir unser Rotkehlchenlied, zu dem wir jedes Mal neue und originellere Strophen erfinden.


Im Juli gingen wir reife Zwtschgen und Kirschpflaumen auf dem durch die AGNUS-Jugend gepachteten Obstbaumstreifen ernten. Herrlich, wie das reife Obst auf die ausgelegte Plane unter den Bäumen herunter prasselte, als ein Papa oben im Baum fest schüttelte. Auf dem Grundstück angekommen bereiteten wir aus dem Obst leckere rohe Pralinen zu, indem wir es mit Nuss-Dattel-Schokomasse ummantelten. Zum Abschluss sangen wir wie immer unser legendäres Rotkehlchenlied – neu erfundene Strophen steigern unseren Mitmachspaß.


Angenehm warme Spätsommertemperaturen erwarteten uns Mitte September im AGNUS-Jugend-Garten. Bis alle Familien eingetrudelt waren, zündeten wir das Feuer in der Feuerschale an und bereiteten einen Apfelpfannkuchenteig zu, denn diesmal stand der Apfel im Fokus. Eine Gruppe begann am Feuer, kleine Apfelpfannkuchen auszubraten. Gleichzeitig kosteten andere Kinder die verschiedensten Apfelsorten. Wir versuchten, von der Schalenfarbe auf den Säuregehalt der Äpfel zu schließen – was uns nicht gelingen konnte, denn grüne Äpfel sind eben nicht zwingend säuerlich, genauso wie rotbackige nicht immer süß sind. An einer anderen Station sollte der Apfel ertastet werden. Es gab in verschiedenen Körben jeweils ein Apfel und ein Gemüse, die sich sehr ähnlich anfühlten. Jedes Kind steckte beide Hände in den abgedeckten Korb, ertastete den Apfel und erklärte, anhand welcher Merkmale es den Apfel erkannt hat. Mithilfe von Fotos erfuhren wir vieles über die Apfelblüte, ihre Befruchtungsorgane und wie der Apfel zu wachsen beginnt. An reifen Äpfeln suchten wir im Apfelkelch die trockenen Blütenblätter. Ist der Apfel nicht ein kleines Naturwunder? Die restliche Zeit verbrachten die Kinder spielend in der warmen Abendsonne.


Anknüpfend an die intensive Beschäftigung mit dem Apfel im September war Mitte Oktober ein sehr verbreiteter Schädling des Apfels, der Apfelwickler, das Thema. Wir schauten uns seine Bohrlöcher auf der Apfeloberfläche an und erkannten beim Aufschneiden seinen Fraßweg ins Innere bis zum Kerngehäuse – denn er frisst auch gerne die Apfelkerne. Anhand von Fotos konnten wir die verschiedenen Entwicklungsstadien des Apfelwicklers und das Leben der zwei Generationen, die das Jahr über aktiv sind, kennenlernen. Nach der Theorie bereiteten wir leckere Paradiesäpfel zu. Am Feuer kochten wir den Sirup, der mit Rote-Beete-Saft gefärbt war, solange ein, bis er zähflüssig war. Die Kinder tauchten ihre Äpfel mit Schaschlikspießen in die rote süße Masse. Nach kurzem Warten war der rote Guss erkaltet, und schon konnten wir die kandierten Äpfel genießen. Beim anschließenden Apfelwicklerspiel legten die Apfelwickler Eier auf die Äpfel ab. Kinder, die in der Apfelrolle waren, mussten gut mitzählen, um die Anzahl der abgelegten Eier richtig zu bestimmen. Mit unserem beliebten Rotkehlchenlied beendeten wir unser Treffen.


Den kalten Temperaturen im November entsprechend bereiteten wir uns diesmal eine warme Gemüse-Nudelsuppe zu. Damit die Suppe Zeit zum Kochen hatte, schnippelten die Kinder gleich zu Beginn unseres Treffens das Gemüse, während die begleitenden Eltern das Feuer anzündeten und sich um die Suppe kümmerten. Währenddessen startete für die Kinder im Rosengarten eine spielerische Orientierungsphase. Jedes Kind durchstreifte für sich den kompletten Garten. Am Ausgangspunkt zurückgekommen, überlegte jedes Kind, an welcher Stelle im Garten es sich am wohlsten gefühlt hat, und ging noch mal los, um diesen Wohlfühlplatz aufzusuchen und sich von dort ein besonderes Merkmal einzuprägen. Nach einem erneuten Versammeln aller Kinder versteckte sich jedes nacheinander an seinem Lieblingsplatz. Nach einem „piep“ aus dem Versteck durfte die Gruppe losziehen, um das Kind zu finden. In seinem Versteck entdeckt erzählte uns das Kind, warum es sich diesen Platz als Lieblingsplatz ausgesucht hat. Diese wundervolle Selbsterfahrung machte den Kindern so viel Spaß, dass sie das Spiel gleich nocheinmal wiederholten. Schließlich wurden alle zum Suppeessen gerufen. Die Kinder wünschten sich für unser letztes Treffen, wieder mit dem Wichtel in Kontakt zu treten. Da man mit dem Wichtel nur per Post korrespondieren kann, schrieben wir ihm einen Brief und baten ihn, am Weihnachtstreffen im Dezember etwas mit uns zu unternehmen. Auch fragten ihn die Kinder, wie er denn mit den Tieren und Pflanzen spreche. Wir hängten den Brief an die Fichte auf dem Grundstück und verabschiedeten uns.


Als wir unser letztes Treffen im Jahr am 10. Dezember eröffneten, entdeckten die Kinder an der Fichte einen Brief vom Wichtel. Wir öffnen den Brief und lasen ihn gemeinsam. Der Wichtel hatte sich eine tolle Sache ausgedacht: er wünschte, dass jedes Kind einen schönen Futterplatz baut. Gleich machten wir uns an die Arbeit, um aus Birkenreisig, Moos und Thujazweigen eine gemütliche Vogelfutterschleife zum aufhängen zu bauen. Das Futter hatte der Wichtel versteckt. Durch das richtige Beantworten von Quizfragen über das Leben der Rotkehlchen bekamen die Kinder Hinweise, wo sie das Futter für die Rotkehlchen finden konnten. Die leckeren, von Eltern gemachten Energiebällchen durften die Kinder in ihre Vogelfutterschleife legen und sie dann im Laufe unseres Treffens immer wieder naschen. Am Lagerfeuer tranken wir selbst gemachten Apfel-Weihnachtspunsch und bereiteten Popcorn in den neuen Popcorn-Sieben zu. Dabei sangen wir Weihnachtslieder. In der wundervollen ruhigen dunklen Abendstimmung verabschiedeten wir uns im Schein des Lagerfeuers – dankbar für das schöne gemeinsame Jahr 2025.
